Identität mit vorab festgelegtem Nachfolger
Wer den aktuellen Schlüssel stiehlt, kann die Identität trotzdem nicht übernehmen.
Die Identität ist ein hash-verkettetes Änderungsprotokoll: Jeder Eintrag verweist auf den vorherigen, und jeder Eintrag legt bereits den Hash des künftigen Schlüssels fest. Eine Rotation ist nur gültig, wenn der neue Schlüssel zu diesem vorab hinterlegten Wert passt. Wer den aktuellen Schlüssel erbeutet, kann damit Nachrichten fälschen, aber die Identität nicht auf sich umschreiben — dazu bräuchte er den nächsten, der nie im Umlauf war. Die Protokolldatei wird über HTTPS veröffentlicht, ist aber nicht darauf angewiesen: Sie wird zusätzlich inhaltsadressiert über die Abgleichschicht verteilt und von unabhängigen Instanzen beobachtet; die Domain ist damit der bequeme Einstieg, nicht der Abschaltpunkt. Für den Verlust des Schlüsselmaterials ist eine Wiederherstellung über verteilte Anteile vorgesehen, von denen drei von fünf genügen; ein Umzug der Identität ist dagegen nur bei ihrer Gründung möglich und danach unumkehrbar. Ein Kompromiss ist ausdrücklich dokumentiert: Für die Struktur-Fingerabdrücke des Änderungsprotokolls schreibt das Verfahren SHA-256 zwingend vor — angenommen, weil dort nichts signiert wird und die Signaturen selbst beim bevorzugten Verfahren bleiben.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom Juli 2026 wieder.