← Den Heimserver zerlegen

Verschlüsselte Einträge im Namenssystem

Warum die Inhalte verschlüsselt sind, statt sich auf signierte Zonen zu verlassen.

Adressen lassen sich auch als Texteinträge im Namenssystem hinterlegen. Der naheliegende Schutz wären signierte Zonen — die Architektur verzichtet bewusst darauf, weil diese Absicherung nicht flächendeckend ausgerollt ist und ihre Verfügbarkeit damit vom jeweiligen Anbieter abhängt. Stattdessen sind die Einträge selbst verschlüsselt, mit demselben Stromchiffre-Verfahren wie der übrige Verkehr. Wer den Eintrag abfragt, sieht ohne Schlüssel nur Geheimtext; wer den Schlüssel hat, bekommt gültige Adressen. Das verschiebt das Vertrauen weg vom Namenssystem hin zum Schlüsselbesitz — die gleiche Bewegung, die das ganze System kennzeichnet. Für Matrix ist das Namenssystem dagegen die Grundlage der Serveradressierung; dort weist sich der Zielserver anschliessend per Zertifikat als berechtigter Vertreter aus, weil dem Namenssystem allein nicht getraut wird.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom September 2026 wieder.