Warum nicht libp2p und IPFS
Der Vorgängerbau lief darauf — drei Gründe sprachen gegen die Fortsetzung.
Das Vorgängersystem war auf libp2p und IPFS gebaut, die Ablösung war eine bewusste Entscheidung. Erstens sind die dort verwendeten Inhaltsadressen in der Praxis auf SHA-256 aufgebaut — das Format sieht zwar mehrere Hashfunktionen vor, der Bestand nutzt aber durchgängig diese eine, und Inhaltsadressen lassen sich nachträglich nicht austauschen, weil sie in jeder Referenz stehen. Zweitens vermischt das dort übliche Verbreitungsverfahren formale Prüfungen wie Signatur und Wiedereinspielschutz mit anwendungsspezifischer Bewertung; ändert sich die Bewertungslogik zwischen zwei Versionen, treffen verschiedene Knoten unterschiedliche Weiterleitungsentscheidungen, und das Netz zerfällt in Teilsichten. Drittens fehlt Onion-Routing, und ein aufgesetztes Verschleierungsverfahren ersetzt es nicht. Die Einschätzung in der Architektur ist deutlich: Die technische Schuld wächst mit jedem weiteren Entwicklungsabschnitt auf diesem Unterbau.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom Juli 2026 wieder.