Warum keine Push-Dienste — und was es stattdessen gibt
Für Browser-Knoten ist die Antwort dokumentiert, für native Apps auf dem Telefon nicht.
Die Push-Dienste der beiden grossen Plattformanbieter sind ausdrücklich abgelehnt: zentrale Torwächter, deren Nutzung Metadaten über die Aktivität jedes Nutzers ausliefern würde. Was an ihre Stelle tritt, ist allerdings enger gefasst, als es zunächst klingt. Beschrieben ist der Fall eines im Browser laufenden Knotens, dessen Tab in den Ruhezustand geht: Eine begleitende Serverkomponente hält die äussere Verbindung aufrecht und sammelt Eingehendes in drei getrennten Ringpuffern mit fester Obergrenze — zwei Megabyte für Steuerung, je vier für Nachrichten und Hintergrundabgleich, getrennt, damit ein volllaufender Hintergrundpuffer niemals Steuernachrichten verdrängt. Beim Aufwachen fordert der Knoten Kontingente in Prioritätsreihenfolge an, statt den Rückstand auf einmal entgegenzunehmen. Ausgehende Nachrichten werden während des Ruhezustands verworfen, weil sie ohne den Schlüssel des Nutzers ohnehin nicht signiert werden können. Zwei Dinge gehören dazugesagt: Diese begleitende Komponente ist ein Server im Vermittlungspfad, der Verbindungsmetadaten sieht — dasselbe Restrisiko wie bei jedem Gateway. Und für eine native Anwendung auf einem schlafenden Telefon enthält die Dokumentation überhaupt keinen Weckmechanismus. Das ist keine gelöste Frage, sondern eine offene.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom Juli 2026 wieder.