QUIC als Transportgrundlage
Verbindungen, die einen Netzwechsel überleben, ohne neu aufgebaut zu werden.
QUIC ist ein Transportprotokoll über UDP, das Verschlüsselung, Verbindungsaufbau und Multiplexing zusammenfasst. Für ein dezentrales System zählen drei Eigenschaften: Der Verbindungsaufbau kostet eine Rundreise statt der zwei, die ein verschlüsselter Aufbau über TCP mindestens braucht, und bei wiederkehrenden Gegenstellen sogar keine; mehrere logische Ströme teilen sich eine Verbindung, ohne sich gegenseitig zu blockieren; und eine Verbindung ist an eine Kennung gebunden statt an ein Adresspaar — wechselt das Gerät von Mobilfunk auf WLAN, läuft sie weiter. Gerade das ist auf Mobilgeräten der Unterschied zwischen einer laufenden und einer ständig neu aufgebauten Sitzung. In DaWN kommt QUIC über die Bibliothek Iroh zum Einsatz, die zusätzlich NAT-Durchdringung und ein Rückfall-Relais mitbringt. Matrix föderiert dagegen über gewöhnliches HTTPS mit JSON-Nutzlast zwischen Servern — dort ist der Verbindungsaufbau unkritisch, weil er zwischen ständig laufenden Servern stattfindet und nicht zwischen wandernden Endgeräten.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom Juli 2026 wieder.