Hybrider Schlüsselaustausch gegen künftige Quantenrechner
Zwei Verfahren nebeneinander — es genügt, wenn eines hält.
Verschlüsselter Verkehr, der heute aufgezeichnet wird, kann später entschlüsselt werden, sobald ausreichend leistungsfähige Quantenrechner existieren. Wer langlebige Vertraulichkeit zusagt, muss das jetzt einplanen. Gewählt ist ein hybrides Verfahren, das den etablierten elliptischen Schlüsselaustausch mit einem gitterbasierten, quantenresistenten Verfahren kombiniert. Der Punkt ist die Kombination: Die Sicherheit hält, solange auch nur eines der beiden Verfahren hält. Damit ist man weder dem Risiko ausgesetzt, dass das klassische Verfahren fällt, noch dem, dass in der noch jungen quantenresistenten Konstruktion ein Fehler gefunden wird. Genau diese Absicherung nach beiden Seiten entspricht der Grundhaltung des übrigen Kryptografie-Baukastens. Matrix setzt in Olm und Megolm bislang rein klassisch auf elliptische Kurven.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom September 2026 wieder.