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webentwicklung

WebP

Modernes Bildformat von Google – 25–35 % kleiner als JPEG bei gleicher Qualität, mit Unterstützung für Transparenz und Animation.

Aktualisiert: 23. Februar 2026

Was ist WebP?

WebP ist ein von Google entwickeltes Bildformat, das 2010 eingeführt wurde und 2023 in allen relevanten Browsern vollständig unterstützt wird. Es kombiniert, was bisher drei verschiedene Formate brauchten: verlustbehaftete Komprimierung wie JPEG, verlustfreie Komprimierung mit Transparenz wie PNG und Animation wie GIF — alles in einem Format, typischerweise bei kleineren Dateigrößen.

Für Webseitenbetreiber ist WebP das wichtigste Optimierungs-Upgrade bei Bildern. Da Bilder in den meisten Fällen 60–80 % des übertragenen Datenvolumens einer Webseite ausmachen, ist das Wechseln von JPEG/PNG zu WebP oft der effektivste einzelne Schritt zur Verbesserung von LCP und Ladezeit.

Kurzprofil WebP

Kurzprofil WebP

  • Typ: Bildformat
  • Entwickelt von: Google (2010)
  • Basis-Algorithmus: VP8 (verlustbehaftet), VP8L (verlustfrei)
  • Transparenz: Ja (Alpha-Kanal)
  • Animation: Ja (animierte WebP)
  • Browser-Support: Alle modernen Browser seit 2022 (Chrome, Firefox, Safari, Edge)
  • Größenvorteil: 25–35 % kleiner als JPEG (verlustbehaftet), bis 26 % kleiner als PNG (verlustfrei)
  • Nachfolger: AVIF (noch effizienter, aber schlechtere Browser-Unterstützung)

Wie funktioniert WebP?

WebP verwendet zwei verschiedene Kompressionsmethoden:

Verlustbehaftetes WebP basiert auf dem VP8-Video-Codec und verwendet Blockprädiktion (ähnlich wie JPEG), aber mit effizienteren Transformationen. Der Kompressor analysiert die Bilddaten in 4×4-Pixel-Blöcken und nutzt Vorhersagemodelle, um redundante Information zu entfernen. Das Ergebnis: bei vergleichbarer visueller Qualität ist die Datei 25–35 % kleiner als JPEG.

Verlustfreies WebP (VP8L) verwendet eine Kombination aus Farbtransformation, Vorhersagekodierung und Huffman-Kodierung. Im Vergleich zu PNG sind verlustfreie WebP-Dateien typischerweise 26 % kleiner.

Beide Varianten unterstützen einen Alpha-Kanal (Transparenz), was verlustbehaftetes WebP gegenüber JPEG deutlich überlegen macht — JPEG kann keine Transparenz.

Dateigrößen-Vergleich (typisch, 1920×1080 Foto, 80% Qualität):

  JPEG:     280 kB
  WebP:     195 kB  (-30 %)
  AVIF:     140 kB  (-50 %)
  PNG:     1800 kB  (verlustfrei, zum Vergleich)
  WebP-lossless: 1350 kB  (-25 % vs PNG)

WebP für WordPress-Betreiber

WordPress unterstützt WebP seit Version 5.8 (Juli 2021) nativ. Beim Upload von Bildern kann WordPress serverseitig WebP-Versionen erzeugen — sofern die PHP-Bibliothek GD oder Imagick mit WebP-Support kompiliert ist (was bei den meisten Hostern der Fall ist).

WebP-Konvertierung in WordPress aktivieren: Seit WordPress 6.1 (November 2022) wird WebP als Standardformat beim Upload angeboten. Mit dem Filter wp_upload_image_mime_transforms lässt sich das Verhalten anpassen.

Plugin-Lösungen wie Imagify, ShortPixel, Smush oder das Beast-Plugin konvertieren bestehende Bilder automatisch und liefern WebP per Content Negotiation aus — also WebP für Browser, die es unterstützen, und JPEG/PNG als Fallback für ältere Browser.

<picture>-Element für sichere Auslieferung:

<picture>
  <source srcset="/bild.webp" type="image/webp">
  <img src="/bild.jpg" alt="Beschreibung" width="800" height="600">
</picture>

Mit diesem Pattern liefert der Browser WebP aus wenn er es unterstützt, und fällt auf JPEG zurück wenn nicht. Alle modernen Browser unterstützen WebP — das Fallback ist heute nur noch für sehr alte Browser (Internet Explorer 11, Safari < 14) relevant.

Nginx/Apache WebP-Auslieferung via Rewrite Rules: Für statische Bilder ohne PHP: Webserver so konfigurieren, dass er automatisch die .webp-Version ausliefert wenn der Browser WebP im Accept-Header angibt. Das Beast-Plugin erzeugt diese Rules automatisch.

Praxis-Tipps

WebP einsetzen

  • WordPress 5.8+: WebP-Upload nativ unterstützt, GD oder Imagick muss WebP-fähig sein
  • Bestehende Bilder: Batch-Konvertierung mit Imagick: mogrify -format webp -quality 82 *.jpg
  • Beast-Plugin: Automatische WebP-Konvertierung bei Upload + Webserver-Rules für statische Auslieferung
  • <picture>-Element als sicherste Methode für Fallback-Kompatibilität
  • LCP-Bild als WebP: Größter Einzeleffekt auf Ladezeit, direkt messbar in PageSpeed Insights
  • Qualitätsstufe 80–85 % für Fotos: visuell kaum von höheren Stufen unterscheidbar

Was passiert ohne WebP?

Wer weiterhin nur JPEG und PNG ausliefert, überträgt 25–50 % mehr Daten als nötig. Das kostet direkt LCP-Zeit und trifft mobile Nutzer mit langsameren Verbindungen besonders hart. Seit Safari 14 (September 2020) unterstützen alle relevanten Browser WebP — es gibt keinen technischen Grund mehr, nicht zu WebP zu wechseln.

Häufige Fragen

WebP oder AVIF — was ist besser?AVIF komprimiert 30–50 % effizienter als WebP, hat aber eine schlechtere Browser-Unterstützung (kein Internet Explorer, kein Samsung Internet bis Version 17). WebP ist der sichere Standard, AVIF die zukunftssichere Option. Moderne Implementierungen liefern AVIF für unterstützende Browser und WebP als Fallback aus.

Kann WebP Print-Qualität ersetzen? Nein. WebP ist für Bildschirmdarstellung optimiert. Für Druckvorlagen oder professionelle Bildbearbeitung bleiben unkomprimierte Formate (TIFF, PNG) oder JPEG mit hoher Qualitätsstufe das Mittel der Wahl.

Verwandte Begriffe

Core Web Vitals
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