Architektur
Verkehrstarnung: was ein Beobachter sehen soll
Wer in einem Netz sperren will, muss nicht entschlüsseln. Es genügt zu erkennen, dass ein bestimmtes Protokoll läuft — an Paketgrössen, Zeitabständen und der Signatur des Verbindungsaufbaus. Genau dagegen liegt in DaWN eine eigene Schicht zwischen Transport und Anwendung. Das Bedrohungsmodell ist ausdrücklich benannt: staatliche Tiefenprüfung des Datenverkehrs, aktives Anklopfen an verdächtige Adressen und maschinell gelernte Verkehrsmuster. Zwei Verfahren sind…
Wer in einem Netz sperren will, muss nicht entschlüsseln. Es genügt zu erkennen, dass ein bestimmtes Protokoll läuft — an Paketgrössen, Zeitabständen und der Signatur des Verbindungsaufbaus. Genau dagegen liegt in DaWN eine eigene Schicht zwischen Transport und Anwendung. Das Bedrohungsmodell ist ausdrücklich benannt: staatliche Tiefenprüfung des Datenverkehrs, aktives Anklopfen an verdächtige Adressen und maschinell gelernte Verkehrsmuster. Zwei Verfahren sind vorgesehen: gleichförmige Zellen mit Blindfüllung, die jede Paketgrösse einebnen, und eine Tarnung als gewöhnliche verschlüsselte Webverbindung. Beide sind kombinierbar. Wichtig ist die Einordnung: Tarnung ersetzt keine Anonymität — sie sorgt dafür, dass eine Verbindung überhaupt zustande kommt, wo das Protokoll selbst gesperrt wäre.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zur Architekturnotiz „Den Heimserver zerlegen“ und gibt den Stand der DaWN-Architekturdokumentation vom September 2026 wieder.
Verkehrstarnung: was ein Beobachter sehen soll in drei Sätzen
Wer in einem Netz sperren will, muss nicht entschlüsseln. Es genügt zu erkennen, dass ein bestimmtes Protokoll läuft — an Paketgrössen, Zeitabständen und der Signatur des Verbindungsaufbaus. Genau dagegen liegt in DaWN eine eigene Schicht zwischen Transport und Anwendung. Das Bedrohungsmodell ist ausdrücklich benannt: staatliche Tiefenprüfung des Datenverkehrs, aktives Anklopfen an verdächtige Adressen und maschinell gelernte Verkehrsmuster. Zwei Verfahren sind…