DaWN-Dokumentation · Prism

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Prism ist das Veröffentlichungs-Frontend des Verbunds — und das System, auf dem diese Seite läuft. Jeder Fachbegriff, den Sie hier anklicken, ist der beschriebene Mechanismus in Betrieb. Statische Seiten für Suchmaschinen, Inhalte die sich trotzdem ändern dürfen, und ein Zugang zum Netz, der ohne eigenen Knoten auskommt.

Astro und Vue Inhaltsadressierung fünf Websites Stand September 2026

Reifegrad dieser Seite

Das Frontend ist gebaut und läuft; fünf Websites nutzen denselben Unterbau, der Formular-Empfangsdienst nimmt produktiv Verkehr entgegen. Die Anbindung an das Netz ist es nicht: Die Anmeldung läuft gegen eine Attrappe, und einen netzseitigen Serverprozess gibt es nicht. Was zu den Betriebsarten steht, ist Festlegung.

Problem 1

Statisch für Suchmaschinen, beweglich für Inhalte

Statische Seiten sind schnell, ausfallsicher und für Suchmaschinen lesbar — aber unbeweglich. Inhalte, die sich ändern, müssten bei jedem Wort einen neuen Bau auslösen. Die Trennung verläuft deshalb quer: Die Seite selbst wird gebaut, die einzelnen Inhalte werden beim Betrachten nachgeladen. Der Server liefert dafür nur schlichte Datendateien je Inhaltskennung aus und weiss nicht, was darin steht.

Damit Verweise das überleben, tragen Einträge zwei Kennungen — eine stabile für Verweise, eine wandernde für die Frische. Getragen wird das von fünf geteilten Paketen, die Schema, Aufbereitung, Auflösung, Laufzeit und Oberfläche voneinander trennen; darüber liegt eine zweite Trennung in Logik, Text und Erscheinungsbild, wodurch fünf Websites mit deutlich unterschiedlicher Optik denselben Unterbau nutzen.

Durchgespielt

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  1. Im ausgelieferten HTML steht ein gewöhnlicher Verweis, der eine Inhaltskennung mitträgt — und ein Ziel im Glossar, falls kein JavaScript läuft.
  2. Beim Klick öffnet sich die Tafel sofort mit dem, was schon im Verweis steht: Titel und Kurzfassung. Kein Warten auf das Netz.
  3. Parallel wird aufgelöst — zuerst aus dem mitgelieferten Startbestand, dann aus dem Zwischenspeicher des Browsers, zuletzt über einen Abruf.
  4. Die Tafel füllt sich mit dem vollständigen Text. Wäre die Kennung nirgends auflösbar, zeigte sie das an, statt zu behaupten, es gäbe nichts.
  5. Ohne JavaScript passiert nichts von alldem: Der Verweis führt zur Glossarseite, und der Text ist vollständig lesbar.

Die Entwurfsentscheidung dahinter: Es gibt genau eine Tafel pro Dokument, und sie holt selbst niemals Daten. Sie bekommt gesagt, was sie zeigen soll — das verhindert die häufigste Fehlerquelle solcher Bauteile.

Problem 2

Wie ein Browser mit einem lokalen Knoten spricht

Zwei Betriebsarten sind vorgesehen. Wer selbst einen Knoten betreibt, spricht dessen lokalen Dienst direkt an; wer keinen hat, wird über einen Vermittler bedient, der eine eigene Agenten-Identität und eine eng begrenzte, delegierte Berechtigung besitzt.

Eine Korrektur, die zeigt, wie Annahmen altern

Eine frühere Fassung beschrieb den lokalen Weg als direkte Prozesskommunikation über einen Betriebssystem-Kanal. Das ist seit Juli 2026 ausdrücklich korrigiert: Ein Browser kann einen solchen Kanal gar nicht öffnen. Der lokale Weg läuft über gewöhnliches HTTP an die Adresse des eigenen Rechners, abgesichert durch ein Aufforderung-und-Antwort-Verfahren mit Signatur und eine einmalige Kopplung am Knoten. Zwei bequemere Wege wurden dabei verworfen, weil beide die Leitung prüfen statt den Schlüssel: sich auf die Herkunft vom eigenen Rechner zu verlassen und eine Liste erlaubter Absender-Adressen zu führen.

Wie dieselbe Frage auf der Gegenseite gelöst ist, steht auf der Seite zu Identität und Zugriff.

Problem 3

Ein Formular ohne Server, das trotzdem keinen Spam bekommt

Statische Seiten haben kein Gegenüber, das ein Formular annehmen könnte. Ein kleiner eigener Dienst übernimmt das — mit mehreren Stufen, die einander stützen, und der Regel, im Zweifel abzuweisen. Er teilt seine Prüfmaschine mit der Website-Erweiterung; beide setzen dieselbe Schutzlinie um. Bemerkenswert am Rande: Dieser Dienst ist der einzige Teil des Verbunds, der produktiv Netzverkehr entgegennimmt.

Problem 4

Was ein Vermittler unvermeidlich sieht

Jeder Vermittlungspunkt zwischen einem dünnen Client und einem Peer-to-Peer-Netz sieht Verbindungsmetadaten — wer wann wie oft —, und daran ändert auch lückenlose Inhaltsverschlüsselung nichts. Abschwächen lässt sich das nur durch zusätzliches Zwiebel- oder Mixnetz-Routing zwischen Client und Vermittler. Das gilt für diese Seite genauso wie für jede andere: Wer sie liest, hinterlässt bei ihrem Auslieferer eine Spur.

Grundlage: die Systemverbund-Dokumentation des Projekts, die Architekturentscheidung zum Web-Zugang und die Korrektur des Transportwegs vom Juli 2026, abgeglichen gegen den Code des Frontends.

Offen in der Doku: Die Architekturentscheidung zum Web-Zugang nennt den lokalen Weg weiterhin Prozesskommunikation, obwohl die spätere Entscheidung das ausdrücklich korrigiert und die Nachführung verlangt. Hier gilt die jüngere Festlegung.