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BIP-39-Merkwörter (Mnemonic)
BIP-39 (Bitcoin Improvement Proposal 39) ist der Standard für Mnemonic-Sätze: Eine Folge von 12 bis 24 Wörtern aus einer Liste von 2048 Wörtern kodiert Zufall samt Prüfsumme und wird per PBKDF2 in einen 64-Byte-Seed für deterministische Schlüssel umgewandelt. Er ist seit 2013 im Einsatz.
BIP-39 heißt im Original „Mnemonic code for generating deterministic keys“, hat den Status „Deployed“, wurde am 10. September 2013 vergeben und steht unter MIT-Lizenz. Die Spezifikation schlägt vor, Zufall für deterministische Wallets als Satz leicht merkbarer Wörter darzustellen, der sich aufschreiben und vorlesen lässt.
So funktioniert es
Die Entropie (ENT) ist ein Vielfaches von 32 Bit, erlaubt sind 128 bis 256 Bit. Als Prüfsumme werden die ersten ENT/32 Bit des SHA-256-Hashs der Entropie angehängt. Die Gesamtbits werden in Gruppen zu je 11 Bit geteilt, jede Gruppe ist ein Index von 0 bis 2047 in eine Wortliste. So entstehen 12 bis 24 Wörter. Die Liste ist sortiert, die ersten vier Buchstaben jedes Worts sind eindeutig, ähnliche Wörter wurden vermieden, und von nicht-englischen Listen rät die Spezifikation stark ab.
Aus dem Satz entsteht der Seed mit PBKDF2 und HMAC-SHA512, 2048 Iterationen. Passwort ist der Mnemonic-Satz in UTF-8 NFKD, Salt ist das Wort „mnemonic“ plus eine optionale Passphrase, die Ausgabe sind 512 Bit. Jede Passphrase führt zu einem gültigen Seed, was glaubhafte Abstreitbarkeit erlaubt. Als Einschränkungen nennt die Quelle die kurze Prüfsumme, die fehlende Versionierung, die Einweg-Umwandlung und die Abhängigkeit des Seeds von der Wortliste.
Im Vergleich
Im Decentralized Trust Graph kommt BIP-39 in den Quellen nicht vor. Im Real Life Trust Protocol ist es die Grundlage der Identität: Eine Person hält ein Geheimnis, eine Mnemonic mit englischer Wortliste. Das native Profil verlangt eine leere Passphrase. Die Erzeugung liefert 12 oder 24 Wörter, der Import akzeptiert jede gültige BIP-39-Länge. Aus dem Seed leitet das Protokoll mit HKDF-SHA-256 pro Kontext zwei Schlüssel ab, ein Ed25519-Paar, dessen öffentlicher Schlüssel der Anker als did:key ist, und einen X25519-Schlüssel zur Schlüsselvereinbarung. Als Sicherheitsuntergrenze gelten 12 Wörter, also 128 Bit.
Die Mnemonic stellt Schlüssel wieder her, aber keinen Zustand: Welche Gruppen, Personas und Beziehungen existieren, steht im verschlüsselten, synchronisierten Zustand der Person. Eine verlorene Mnemonic ist endgültig, es sei denn, die Nachfolge ist eingerichtet, und diese Spezifikation ist derzeit geparkt.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.
Quelle
https://github.com/bitcoin/bips/blob/master/bip-0039.mediawiki
BIP-39-Merkwörter (Mnemonic) in drei Sätzen
BIP-39 (Bitcoin Improvement Proposal 39) ist der Standard für Mnemonic-Sätze: Eine Folge von 12 bis 24 Wörtern aus einer Liste von 2048 Wörtern kodiert Zufall samt Prüfsumme und wird per PBKDF2 in einen 64-Byte-Seed für deterministische Schlüssel umgewandelt. Er ist seit 2013 im Einsatz.