Vertrauensnetze

Trust Registry

Eine Trust Registry ist in der Verifiable Trust Infrastructure der Nachschlagedienst für die Autorität von Ausstellern und Communities. Ein Eintrag ist kein Beleg aktueller Autorität, und eine nicht erreichbare Registry beweist keine Abwesenheit. Eine Antwort trägt ihren Bestimmungszeitpunkt und unterliegt einer Frischegrenze.

Aktualisiert:

Eine Trust Registry ist in der Verifiable Trust Infrastructure der Nachschlagedienst für die Autorität von Ausstellern und Communities. Ein Prüfer fragt sie, ob ein Aussteller ein bestimmtes Credential überhaupt ausstellen darf, ob eine Community anerkannt ist oder ob ein Eintrag zu einem Framework gehört. Die Quellen schreiben ihr eine bewusst schmale Rolle zu.

So funktioniert es

Die VTI formuliert drei Regeln für die Antwort. Erstens ist die Präsenz in einer Registry kein Beleg aktueller Autorität. Zweitens trägt jede Antwort den Zeitpunkt, an dem sie bestimmt wurde, und der Prüfer wendet eine Frischegrenze an. Drittens lautet das Ergebnis indeterminate, wenn die Registry nicht erreichbar ist. Der Prüfer darf dann nicht so tun, als wäre die Abfrage gelungen, und er darf die Nichtverfügbarkeit nicht als Abwesenheit lesen. Die Begründung der Quelle: Beides zu verwechseln lässt entweder nie anerkannte Parteien durch oder weist anerkannte ab, und die Entscheidung fällt dann ein Fehlerhandler statt einer Regel.

Einträge nennen das Framework, unter dem sie gelten, damit ein Verbraucher weiß, was der Eintrag behauptet. Eine Community darf nicht mehr personenbezogene Daten veröffentlichen, als Anerkennung durch andere Communities verlangt. Schreibt ein Knoten in eine Registry, signiert er die Operation mit seinem Betriebsschlüssel. Die Antwort selbst trägt bisher keinen Beweis des Knotens, und die Spezifikation führt das als offenes Problem. Bis dahin gilt sie als Aussage der Registry. Auch die Credentials-Spezifikation verweist auf Registries: Ob eine Community Mitgliedskennungen offenlegt, soll sie im Governance Framework oder in der Registry veröffentlichen, und ob ein Mitgliedschafts-Credential als Personhood-Nachweis zählt, entscheidet die Governance.

Im Vergleich

RLTP kommt ohne eine solche Instanz aus, und die Erklärseite sagt es deutlich: Beim Prüfen gibt es keine Registry, keine Pflicht zu zeigen und kein Protokoll darüber, wer geprüft wurde. Das ist die Gegenfigur zum Checkpoint-Modell, in dem Dritte Buch führen können. Wo ein Fremder eine Entscheidung braucht, kann eine Begegnung als Beleg dienen, den Mechanismus nennt die Quelle noch nicht.

Der Begriff Registry steht in RLTP trotzdem an anderer Stelle, etwa für das geschlossene Verzeichnis der Anker-Arten und für Typverzeichnisse. Das sind Verzeichnisse von Protokollkonstanten und keine Autoritätsabfragen über Menschen.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.

Quelle

https://trustoverip.github.io/dtgwg-vti-spec/

Trust Registry in drei Sätzen

Eine Trust Registry ist in der Verifiable Trust Infrastructure der Nachschlagedienst für die Autorität von Ausstellern und Communities. Ein Eintrag ist kein Beleg aktueller Autorität, und eine nicht erreichbare Registry beweist keine Abwesenheit. Eine Antwort trägt ihren Bestimmungszeitpunkt und unterliegt einer Frischegrenze.