Vertrauensnetze

Verifiable Authority Credential (VAC) und Delegation (VDC)

Ein Verifiable Authority Credential (VAC) erlaubt seinem Subject im Decentralized Trust Graph, innerhalb eines benannten Bereichs bestimmte Aktionen im eigenen Namen auszuführen. Ein Verifiable Delegation Credential (VDC) lässt dagegen einen Delegierten im Namen des Delegators handeln. Beide sind befristet, widerrufbar und kein Inhaber-Token.

Aktualisiert:

Ein Verifiable Authority Credential (VAC) und ein Verifiable Delegation Credential (VDC) regeln im Decentralized Trust Graph, wer was tun darf. Die Spezifikation trennt zwei Fälle: Wer selbst etwas darf, trägt ein VAC. Wer für einen anderen handelt, trägt ein VDC, und die Quelle sagt es knapp: Ein VDC drückt Delegation aus, nicht Autorität.

So funktioniert es

Beim VAC ist der Aussteller die Partei, die den Bereich regiert, zum Beispiel eine Verifiable Trust Community. Das Credential nennt den Bereich, eine nicht leere Liste erlaubter Aktionen aus dem Vokabular dieser Partei und eine Ablaufzeit, die Pflicht ist. Der Inhaber darf ein weiteres VAC mit einer Teilmenge der Aktionen, engerem Bereich und nicht späterem Ablauf ausstellen, ohne den Aussteller zu fragen. Setzt der Aussteller maxAttenuation auf 0, ist das verboten. Der Inhaber legt die gesamte Kette vor, der Verifier lädt nichts nach, und mehr als acht VACs akzeptiert er nicht. Widerruft der Aussteller ein VAC, entfallen alle daraus abgeleiteten.

Das VDC besteht aus Grant des Delegators und Acceptance des Delegierten, die Acceptance ist Pflicht. Der Grant listet exakte Aktionen, begrenzt die Weitergabe über maxDepth und trägt ein Ablaufdatum. Der Verifier ersetzt den Delegierten gedanklich durch den Delegator und prüft, ob der Delegator die Handlung dürfte. Die Reichweite ist die Schnittmenge aus dem, was der Delegator darf, und dem, wofür die Kette beauftragt. Beide Typen sind kein Inhaber-Token, der Nachweis der Schlüsselkontrolle gehört dazu.

Im Vergleich

RLTP hat keinen dieser Typen. Eine Gruppe als Ort kennt keine Admins, die Gruppe nennt sich ihre Regeln als Daten, und jedes Gerät erzwingt sie. Rechte stehen im Authority-Log, und die Quelle sagt dazu, kein Schlüssel verleihe dauerhafte Autorität. Delegation und Abschwächung sind in der RLTP-Spezifikation als offene Punkte geführt, solange es keinen tragfähigen Mechanismus für die Ausübung gibt.

Der Begriff VAC taucht in den RLTP-Quellen einmal auf: als Präzedenzfall für kurzlebige Mitgliedschaftsbescheinigungen im offenen Punkt zu gruppenausgestellten Nachweisen nach außen. Dort, vermute ich, werden sich beide Modelle am ehesten begegnen.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.

Quelle

https://trustoverip.github.io/dtgwg-cred-spec/

Verifiable Authority Credential (VAC) und Delegation (VDC) in drei Sätzen

Ein Verifiable Authority Credential (VAC) erlaubt seinem Subject im Decentralized Trust Graph, innerhalb eines benannten Bereichs bestimmte Aktionen im eigenen Namen auszuführen. Ein Verifiable Delegation Credential (VDC) lässt dagegen einen Delegierten im Namen des Delegators handeln. Beide sind befristet, widerrufbar und kein Inhaber-Token.