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Data Integrity Proof und eddsa-jcs-2022
Ein Data Integrity Proof ist ein in das Credential eingebettetes Signaturobjekt nach W3C Verifiable Credential Data Integrity 1.0. Die Cryptosuite eddsa-jcs-2022 signiert mit EdDSA über die JSON-Kanonisierung nach RFC 8785, braucht beim Prüfen keine Auflösung des @context und lässt sich daher offline verifizieren.
Ein Data Integrity Proof ist die eingebettete Form der Absicherung für eine Verifiable Credential: ein Objekt proof im Credential selbst, definiert in W3C Verifiable Credential Data Integrity 1.0. Die Alternative nach dem VC-Datenmodell ist ein Umschlag (enveloping proof), etwa mit VC-JOSE-COSE.
So funktioniert es
Das Proof trägt den Typ DataIntegrityProof. Die verwendete Cryptosuite steht im Feld proof.cryptosuite. Der Decentralized Trust Graph begründet das ausdrücklich: Ein Wechsel der Suite ändert dadurch einen Wert, nicht das Schema. Die empfohlene Suite ist eddsa-jcs-2022. Sie kanonisiert das JSON mit dem JSON Canonicalization Scheme (JCS, RFC 8785) und signiert das Ergebnis mit EdDSA, im Real Life Trust Protocol mit Ed25519. Der Vorteil liegt im Verzicht auf RDF-Verarbeitung: Beim Prüfen muss kein @context aufgelöst werden, ein Credential bleibt also offline verifizierbar, auch wenn es von zwei Menschen vor Ort ausgestellt und erst später synchronisiert wurde.
Dieselbe Kanonisierung dient im DTG für Digests. Der Digest eines referenzierten Credentials wird über seine JCS-Form ohne das oberste proof gebildet. Er bindet damit an die Aussagen, nicht an eine bestimmte Signatur, und ein erneutes Signieren ändert ihn nicht.
Im Vergleich
Der Decentralized Trust Graph empfiehlt eddsa-jcs-2022, erlaubt einer regierenden Community (VTC oder VTN) aber, eine andere registrierte Suite zu verlangen. Selektive Offenlegung und Zero-Knowledge-Präsentationen trägt die Eigenschaft proof nicht, dafür verweist die Spezifikation auf eigene Abschnitte.
Das Real Life Trust Protocol legt sich auf diese Suite fest. Die README spricht von einem eingebetteten DataIntegrityProof mit eddsa-jcs-2022, ohne RDF-Verarbeitung und offline prüfbar. Alle drei Credentials, also Begegnung, Einladung und Aufnahme-Bürgschaft, tragen es, ebenso die Kontaktkarte. Die Identitätsschicht nennt es die stackweite Sicherungsentscheidung und verlangt, dass sich die Verifikationsmethode aus dem Anker auflösen lässt, bei did:key also aus dem Schlüssel selbst. Digests sind in beiden Spezifikationen Multihashes über JCS.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.
Quelle
Data Integrity Proof und eddsa-jcs-2022 in drei Sätzen
Ein Data Integrity Proof ist ein in das Credential eingebettetes Signaturobjekt nach W3C Verifiable Credential Data Integrity 1.0. Die Cryptosuite eddsa-jcs-2022 signiert mit EdDSA über die JSON-Kanonisierung nach RFC 8785, braucht beim Prüfen keine Auflösung des @context und lässt sich daher offline verifizieren.