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Kontaktkarte (contact card)

Die Kontaktkarte (contact card) im Real Life Trust Protocol ist eine signierte Selbstbeschreibung, keine Credential: Sie enthält den Anker, einen Schlüssel zur Schlüsselvereinbarung, in einer Begegnung eine frische Challenge und optional einen Anzeigenamen. Gezeigt wird sie als Code, der Scanner antwortet mit einer eigenen, an den Anzeigenden gebundenen Karte.

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Die Kontaktkarte (contact card) im Real Life Trust Protocol ist eine signierte Selbstbeschreibung. Sie ist keine Credential. Das Material, das zwei Personen bei einer Begegnung brauchen, damit sie einander Credentials ausstellen können, steckt in ihr: der Anker, ein Schlüssel zur Schlüsselvereinbarung und der Beweis, dass der Anzeigende den Anker kontrolliert.

So funktioniert es

Eine Karte muss eine Formatversion, den Anker, einen Schlüsselvereinbarungsschlüssel als Multikey und, in einer Begegnung, eine frische Challenge samt Ausstellungszeit tragen. Optional folgen ein Anzeigename und Zustellhinweise. Signiert wird die Karte mit einem Data Integrity Proof unter dem Anker. Der Schlüssel zur Vereinbarung ist der X25519-Schlüssel desselben Kontexts.

Zwei Arten ergeben den Ablauf. Die gezeigte Karte (displayed card) erscheint als Code und ist an niemanden adressiert. Die gesendete Karte (sent card) erzeugt der Scanner als Antwort. Sie trägt zusätzlich sentTo, den Anker des Anzeigenden, und boundTo, die beantwortete Challenge. Ein Empfänger lehnt eine gesendete Karte ohne sentTo ab, und eine Karte mit unbekannter Formatversion darf nicht in die Zeremonie eintreten. Der Anzeigename gilt dem Empfänger als selbstdeklariert.

Im Vergleich

Für die Kontaktkarte nennen die RLTP-Quellen kein DTG-Gegenstück. Die Spezifikation führt unter den offenen Punkten eine Angleichung des Kartenformats (OI-5) ohne Ziel. Ein verwandtes Konzept kennt das First-Person-Papier mit der Relationship Card (r-card): eine digitale Visitenkarte im Kontext einer verifizierbaren Beziehung, die selbstdeklarierte Daten teilt und ausdrücklich keine Credential sein soll, mit Aktualisierungen, die abonnierende Wallets automatisch übernehmen. Die Nähe ist meine Lesart, die Quellen stellen sie nicht her. Die RLTP-Karte dient enger der Begegnung: Sie bindet Anker, Schlüssel und Challenge.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder. Die Karte ist in Version 0.25 spezifiziert und in der Bibliothek umgesetzt. Ungelöst ist die Größe: Die größtmögliche Karte (26 683 Byte) übersteigt das Dokumentmaximum von 16 384 Byte, das für Einladung und Annahme gilt (OI-6).

Quelle

https://trust-protocol.real-life.org/understand/encounter/

https://github.com/real-life-org/trust-protocol

Kontaktkarte (contact card) in drei Sätzen

Die Kontaktkarte (contact card) im Real Life Trust Protocol ist eine signierte Selbstbeschreibung, keine Credential: Sie enthält den Anker, einen Schlüssel zur Schlüsselvereinbarung, in einer Begegnung eine frische Challenge und optional einen Anzeigenamen. Gezeigt wird sie als Code, der Scanner antwortet mit einer eigenen, an den Anzeigenden gebundenen Karte.