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Personhood Predicates in RLTP
Personhood Predicates sind im Real Life Trust Protocol Prüfer-bezogene Maße über vorgelegte Begegnungs-Credentials, die Anerkennungen zählen, ohne Einzigartigkeit zu behaupten. Keines sagt „das ist ein Mensch“, keines belegt, dass ein Treffen stattfand, und ein Prüfer ohne bekannte Wurzeln lernt nichts.
Personhood Predicates sind im Real Life Trust Protocol Maße, die ein Prüfer über vorgelegte Begegnungs-Credentials auswertet, um abzuschätzen, wie gut eine Person von Menschen bezeugt wird, die er selbst kennt. Die Spezifikation nennt sie „recognition assertions“. Das Ergebnis ist ein Maß, kein Urteil.
So funktioniert es
Drei Maße sind festgelegt. P1 ist die Zahl der bekannten Aussteller: Wie viele eigenständige Anker, die der Prüfer kennt, haben der Person ein Credential ausgestellt? P2 liefert die signierten Zeitpunkte dieser Aussteller, nie ein Alter, und definiert keine Stärkeordnung. P3 zählt die Kanten, deren Aussteller auf dem Roster einer benannten Gruppe stehen, ausgewertet gegen einen Gruppen-Snapshot. Die Menge K der bekannten Anker stammt aus der eigenen Begegnungshistorie des Prüfers und aus seinen Gruppen.
Jedes Maß ist eine deterministische, uhrfreie reine Funktion von Eingabe- zu Ergebnismodell. Die Pflichten des Prüfers, Challenges auszustellen und zu verbrauchen, liegen um die Funktion herum, nicht in ihr. Als Besitznachweis signiert der Halter des Subjekt-Ankers eine frische Anfrage, die für diesen Prüfer gilt. Wie die drei Maße zusammengesetzt werden, überlässt das Dokument dem Konsumenten.
Die Grenzen stehen im Text selbst. Kein Prädikat sagt „das ist ein Mensch“, keines beweist ein Treffen, und keines beansprucht Einzigartigkeit oder braucht einen Aussteller. Anker sind frei erzeugbar und Aussagen unter unbekannten Ankern frei herstellbar, teuer ist nur eine Aussage unter einem bestimmten bekannten Schlüssel. Ein Mensch mit mehreren Ankern zählt pro Anker einmal, gegen einen Sybil-Angriff schützt das Verfahren also nur über die Wurzeln des Prüfers. Das Subjekt kann Dokumente zurückhalten, nie erfinden, daher sind die Maße Untergrenzen. Ausgeschlossen sind Unabhängigkeit der Aussteller, Pfaddistanz und Zero-Knowledge-Präsentation.
Im Vergleich
Ein Personhood Credential ist in DTG ein von einer Community ausgestelltes Mitgliedschafts-Credential, dessen Governance eine reale Person mit genau einer Mitgliedschaft verlangt. Das PHC-Paper verlangt, dass der Aussteller höchstens ein Credential je Person vergibt. Es ist damit aussteller-verwurzelt und beansprucht Einzigartigkeit. RLTP kehrt beides um: Die Maße gelten relativ zum Prüfer und kommen ohne Aussteller aus. Die Spezifikation verweist auf Versionsstände von Encounter und Access, die inzwischen überholt sind, und nennt eine Regelart, die Access 0.54 nicht mehr führt. Der Text ist in diesem Punkt nicht nachgezogen.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.
Quelle
https://trust-protocol.real-life.org/why/invitation-not-checkpoint/
Personhood Predicates in RLTP in drei Sätzen
Personhood Predicates sind im Real Life Trust Protocol Prüfer-bezogene Maße über vorgelegte Begegnungs-Credentials, die Anerkennungen zählen, ohne Einzigartigkeit zu behaupten. Keines sagt „das ist ein Mensch“, keines belegt, dass ein Treffen stattfand, und ein Prüfer ohne bekannte Wurzeln lernt nichts.