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Wiedererkennen (continuity probe) in RLTP

Wiedererkennen (continuity probe) ist im Real Life Trust Protocol der Mechanismus, mit dem zwei Geräte bei einer erneuten Begegnung feststellen, dass sich ihre Besitzer bereits kennen, obwohl jede Begegnung frische Anker erzeugt. Dazu vergleichen sie verblindete Hinweise auf frühere Beziehungen und zeigen nach dem Scan ohne Dialog „wieder verifiziert“ an.

Aktualisiert:

Wiedererkennen (continuity probe, continuity-probe@1) beantwortet im Real Life Trust Protocol eine Frage, die sich aus dem Entwurf ergibt: Wenn jede Begegnung frische Paar-Anker erzeugt, wie erkennt das Gerät dann, dass dieselbe Person schon einmal vor ihm stand? Es erkennt es nach der Zeremonie automatisch und ohne Dialog. Eine „Beziehung“ ist dabei die geräte-lokale Kette von Paar-Kontexten mit einem aktiven Kopf.

So funktioniert es

Die Spezifikation beschreibt eine Leiter aus drei Stufen. Die erste, die Probe, läuft bei jeder Begegnung und ist der normative Kern. Die zweite ist ein Konvergenznetz über den Community-Anker: Stimmt der self-Wert einer später verifizierten Anker-Zuordnung mit dem einer anderen Beziehung überein, vereint das Gerät die Kontakteinträge lokal. Die dritte ist das manuelle Zusammenführen als Aufgabe der Oberfläche. Stufe eins und zwei muss eine Implementierung unterstützen.

Die Probe enthält verblindete Werte HMAC(k_p, eigener früherer Paar-Anker). Der Schlüssel entsteht aus einem X25519-Austausch der beiden neuen Paar-Schlüssel. Eingetragen werden nur die Beziehungsköpfe, die beim Entstehen des frischen Tupels aktiv waren. Die Einträge werden auf ein Vielfaches von 256 mit Zufallswerten aufgefüllt, sortiert und in möglichst wenigen Stücken gesendet. Auch wer keine Kandidaten hat, sendet eine reine Auffüll-Probe, weil sonst die Abwesenheit die Kardinalität null verriete. Der Empfänger schneidet die Menge mit den Werten seiner eigenen Kandidaten. Ein anschließendes Continuity-Mapping verkettet die Beziehungen; die Seite, die den Record hält, wählt dabei einmal und endgültig.

Zwei Grenzen nennt die Spezifikation selbst. Ein Gegenüber mit Datenverlust kann nicht antworten und ist ehrlich eine neue Beziehung. Zwei bereits bekannte Ketten derselben Person wachsen auf der Leitung nie zu einer zusammen; diese Strand Unification bleibt offen.

Im Vergleich

DTG sieht einen Identifier je Beziehung vor, die Credential-Familie formuliert das als „one per relationship“. RLTP geht strenger vor und erzeugt je Begegnung einen frischen paarweisen Identifier. Dadurch fehlt die Wiedererkennung, die ein einziger Identifier je Beziehung mitbrächte, und das Protokoll muss sie mit der Probe nachbauen. Die DTG-Quellen beschreiben kein Gegenstück zu dieser Probe.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.

Quelle

https://trust-protocol.real-life.org/understand/encounter/

https://github.com/real-life-org/trust-protocol

Wiedererkennen (continuity probe) in RLTP in drei Sätzen

Wiedererkennen (continuity probe) ist im Real Life Trust Protocol der Mechanismus, mit dem zwei Geräte bei einer erneuten Begegnung feststellen, dass sich ihre Besitzer bereits kennen, obwohl jede Begegnung frische Anker erzeugt. Dazu vergleichen sie verblindete Hinweise auf frühere Beziehungen und zeigen nach dem Scan ohne Dialog „wieder verifiziert“ an.