Vertrauensnetze
Begegnung und Encounter-Credential
Die Begegnung (encounter) ist im Real Life Trust Protocol die einzige registrierte Zeremonie, mit der zwei Personen gegenseitige Anerkennung herstellen. Jede Seite stellt der anderen ein Encounter-Credential aus, von einem frischen Paar-Anker zu einem frischen Paar-Anker. Das Credential beweist keine Anwesenheit und keinen Personenstatus.
Die Begegnung (encounter) ist im Real Life Trust Protocol die einzige registrierte Zeremonie, mit der zwei Personen gegenseitige Anerkennung herstellen. Ergebnis ist ein Encounter-Credential je Richtung, ausgestellt von einem frischen Paar-Anker an einen frischen Paar-Anker. Jede Begegnung erzeugt neue Anker, deshalb erkennt das Protokoll eine Wiederbegegnung erst im Nachgang als Wiedererkennen.
So funktioniert es
Eine Person zeigt eine Kontaktkarte mit einer frischen Challenge als Code. Die andere scannt, erzeugt eine gesendete Karte mit eigener Challenge, bestätigt bewusst und stellt ein Credential aus, das die gescannte Challenge bindet. Karte und Credential gehen als versiegeltes Bündel an die Gegenseite, oder optisch, wobei das Credential später folgt. Die Gegenseite prüft, ob ihre Challenge noch offen ist, legt einen Record an und kann ihrerseits bestätigen und ausstellen. Das geht zeitlich unbegrenzt.
Fünf Bedingungen muss jeder Aufbau erfüllen: Austausch des Materials, Frische, Bindung, bewusste Bestätigung und ein dauerhaft gespeicherter Record, bevor ausgestellt wird. Die Challenge hat mindestens 128 Bit Zufall, ist einmalig und verfällt in Minuten; das Parameterprofil nennt fünf Minuten Maximalalter und 24 Stunden Ausstellungsfenster. Das Credential trägt weder validUntil noch credentialStatus. Wer die Bewertung ändern will, stellt ein neues aus. Beide Credentials einer Begegnung teilen ein Enactment Binding, einen Hash über die Zeremonie und beide Challenges. Jede Seite hält pro Gegenstelle eine Kante.
Im Vergleich
Das Encounter-Credential trägt zugleich den Typ des Verifiable Relationship Credential der DTG, dual getypt nach DTG Credentials WD01. Die DTG empfiehlt pairwise je Beziehung, RLTP verlangt für jede Begegnung einen frischen Pairwise-Identifier. Offen ist upstream, ob ein VRC als Kante für einen Prüfer dient, der seinen Aussteller bereits kennt (Diskussion dtgwg-cred-spec#72).
Das First-Person-Papier beschreibt ebenfalls VRCs, ausgestellt paarweise in beide Richtungen, per QR-Scan, aber auch per Text, E-Mail oder Social Media. Ein persönliches Treffen ist dort kein Muss, ein VRC kann ablaufen oder widerrufen werden. RLTP schreibt die Zeremonie fest vor und verzichtet auf Ablauf und Widerruf. Wer das Credential vorzeigt, beweist Dritten Konsistenz, keine Anwesenheit.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder. Encounter ist in Version 0.30 als konvergiert geführt, die Bibliothek 0.3.2 deckt Zeremonie und Continuity ab. Sieben Punkte sind offen, darunter Gruppenbegegnungen, wiederholte Begegnungen und die Frage, ob Kante oder Beziehungskette zählt.
Quelle
Begegnung und Encounter-Credential in drei Sätzen
Die Begegnung (encounter) ist im Real Life Trust Protocol die einzige registrierte Zeremonie, mit der zwei Personen gegenseitige Anerkennung herstellen. Jede Seite stellt der anderen ein Encounter-Credential aus, von einem frischen Paar-Anker zu einem frischen Paar-Anker. Das Credential beweist keine Anwesenheit und keinen Personenstatus.