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Korrelationsbereich (Correlation Scope)
Der Korrelationsbereich (correlation scope) ist die Breite, in der der Halter eines Identifiers diesen korreliert haben will. Die DTG-Spezifikation kennt drei geordnete Werte: pairwise für genau eine Gegenpartei, directed für eine vom Halter gewählte Menge und public für unbegrenzte Sichtbarkeit. Jedes Credential erklärt den Bereich seines Ausstellers im Feld issuerScope.
Der Korrelationsbereich (correlation scope) ist die Breite, in der der Halter eines Identifiers diesen korreliert haben will. Die DTG-Spezifikation kennt drei geordnete Werte, von eng bis weit: pairwise (nur einer Gegenpartei bekannt), directed (einer vom Halter gewählten Menge bekannt) und public (unbegrenzt, üblicherweise veröffentlicht). Der Begriff ersetzt die Identifier-Typen R-DID, M-DID, C-DID und P-DID aus Entwürfen vor WD02, die Rolle und Korrelationsbreite in einem Token vermischten.
So funktioniert es
Den Bereich erklärt der Halter des Identifiers, in der Pflicht-Eigenschaft issuerScope jedes Credentials, das unter diesem Identifier entsteht. Die Erklärung bezieht sich nur auf den Aussteller, nie auf das Subjekt. Sie darf weder aus dem Identifier-Wert noch aus der DID-Methode oder dem Fundort abgeleitet werden. Im DID-Dokument kann sie nicht stehen, weil did:key und did:peer mit numalgo 0 kein Dokument haben, dem sich eine Eigenschaft hinzufügen ließe.
Alle Credentials unter einem Identifier müssen denselben Bereich erklären, und ein pairwise-Identifier darf nicht bei mehr als einer Gegenpartei benutzt werden. Sieht ein Verifier eine zweite, gilt die Erklärung als falsch. Credentials ohne gültigen issuerScope lehnt der Verifier ab, und verlangt die Spezifikation für einen Zweck einen Mindestbereich, erfüllt ein engerer Wert ihn nicht. Die Rolle schließt manche Werte aus: Der Identifier einer Gemeinschaft ist nur public, denn eine Gemeinschaft, die sich nicht finden lässt, kann niemand beitreten. Für die Peers eines VRC wird pairwise empfohlen. Einen vierten Wert „innerhalb der Community“ gibt es bewusst nicht: Ein Identifier, den ein Mitglied nur mit der Gemeinschaft nutzt, ist pairwise, einer, den es auch mit anderen Mitgliedern nutzt, directed.
Die Grenze liegt im Halter selbst. Die Erklärung bindet nur die eigene Offenlegung; wer mehrere pairwise-Identifier als dieselbe Partei ausweisen will, braucht einen Beweis gemeinsamer Kontrolle, den bisher keine DTG-Spezifikation definiert.
Im Vergleich
Das Real Life Trust Protocol übernimmt die drei Werte aus dem DTG. Encounter-Karten tragen pairwise, Einladungs-, Accept-, Key-Request- und Gründerkarten directed, und eine öffentliche Persona trägt public; Personas sind spezifiziert, aber noch nicht gebaut. Bei einer Begegnung geht RLTP einen Schritt weiter als die DTG-Empfehlung: Jede Begegnung erzeugt frische Pair-Anker, statt einen pairwise-Identifier je Beziehung zu verwenden.
Einordnung
Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder.
Quelle
Korrelationsbereich (Correlation Scope) in drei Sätzen
Der Korrelationsbereich (correlation scope) ist die Breite, in der der Halter eines Identifiers diesen korreliert haben will. Die DTG-Spezifikation kennt drei geordnete Werte: pairwise für genau eine Gegenpartei, directed für eine vom Halter gewählte Menge und public für unbegrenzte Sichtbarkeit. Jedes Credential erklärt den Bereich seines Ausstellers im Feld issuerScope.