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Kante im RLTP-Graphen

Eine Kante im RLTP-Graphen ist die halter-lokale Verbindung zu einer Gegenstelle, genau eine pro Ankerpaar. Aus lokaler Sicht ist sie ausgehend, wenn nur ausgestellt wurde, eingehend, wenn nur empfangen wurde, und gegenseitig, wenn für mindestens eine Begegnung beides gilt. Gezählt werden Kanten, nicht einzelne Credentials.

Aktualisiert:

Eine Kante im RLTP-Graphen ist die halter-lokale Verbindung zu einer Gegenstelle. Es gibt genau eine pro Ankerpaar, auch wenn zwischen denselben beiden Ankern mehrere Begegnungen stattfanden. Aus lokaler Sicht heißt sie ausgehend (outgoing), wenn der Halter nur ausgestellt hat, eingehend (incoming), wenn er nur empfangen hat, und gegenseitig (mutual), wenn für mindestens eine Begegnung beides gilt.

So funktioniert es

Jedes gültige Credential zwischen denselben zwei Ankern hängt an dieser einen Kante, auch ein spätes Gegen-Credential. Zählungen und Auswertungen der dritten Schicht zählen deshalb Kanten und nicht Credentials. Berücksichtigt werden nur eingehende Credentials und gegenseitige Kanten, ein ausgehendes Credential zählt nicht für das eigene Standing des Ausstellers. Eine Policy, die zählt, muss ausdrücklich festhalten, dass ein Count nur relativ zu bereits relevanten Ankern etwas aussagt.

Weil jede Begegnung frische Paar-Anker nutzt, kennt nur der Halter die Verknüpfung zwischen den Tupeln. Die Schicht für Sichtbarkeit verbindet sie zu einer Beziehungskette, erkennbar am Wiedererkennen. Was ein Dritter von einer Kante sieht, steuert der Stern, der Zählungen weitergibt, ohne Anker zu nennen.

Im Vergleich

In der DTG bildet ein Verifiable Relationship Credential eine Hälfte einer Beziehung, zwei VRCs, je einer pro Richtung, bilden die Kante. Jede Partei wählt ihren Identifier und ihren Scope selbst, die beiden Hälften müssen nicht übereinstimmen. Einem DTG-Prüfer, der eine Kante auswerten will, fehlt bei RLTP die Verknüpfung zwischen den zwei Pair-Ankern, die das Protokoll nur lokal beim Halter führt. Diese Frage steht upstream als dtgwg-cred-spec#72 offen: ein VRC als Kante für einen Prüfer, der seinen Aussteller bereits kennt.

Einordnung

Diese Erläuterung gehört zu den Fachnotizen über das Real Life Trust Protocol und gibt den Stand der Spezifikationen vom Oktober 2026 wieder. Die Kante ist in der Encounter-Spezifikation 0.30 festgelegt. Ungelöst ist OI-7: Die Regel „ein Ankerpaar, eine Kante“ und der Testvektor „zwei Enactments, eine Kante“ lesen „Ankerpaar“ verschieden, und die Spezifikation entscheidet noch nicht, ob die Tupel-Kante oder die verkettete Beziehung zählt.

Quelle

https://trust-protocol.real-life.org/understand/encounter/

https://github.com/real-life-org/trust-protocol

Kante im RLTP-Graphen in drei Sätzen

Eine Kante im RLTP-Graphen ist die halter-lokale Verbindung zu einer Gegenstelle, genau eine pro Ankerpaar. Aus lokaler Sicht ist sie ausgehend, wenn nur ausgestellt wurde, eingehend, wenn nur empfangen wurde, und gegenseitig, wenn für mindestens eine Begegnung beides gilt. Gezählt werden Kanten, nicht einzelne Credentials.